Sanatório de Valongo

Matthias Gößmann: Ver Fall Portugal

Das Sanatório Valongo, auch bekannt als Sanatório de Mont’Alto, war eine Einrichtung zur Behandlung von Tuberkulosepatienten in der Gemeinde Valongo, Portugal.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte Tuberkulose zu den tödlichsten Krankheiten in Europa und galt zugleich als hochansteckend. Entsprechend groß war der Bedarf an spezialisierten Sanatorien.

 

Geschichte des Sanatoriums:
Das Sanatorium Monte Alto wurde am 1. November 1958 eröffnet und war das letzte seiner Art in Portugal. Bei der Eröffnung wurden die ersten Patienten aufgenommen – allesamt Veteranen des Ersten Weltkriegs.

Die Anlage erstreckte sich über neun Hektar und umfasste fünf Stockwerke sowie einen Keller. Zum Komplex gehörten außerdem eine Schule, eine Wäscherei, eine Kirche mit direktem Zugang, eine Kapelle und ein Wasserreservoir.
Trotz seiner Größe war das Sanatorium nur kurz in Betrieb: Es wurde 1958 eröffnet, 1975 geschlossen und verfiel danach zusehends.

Obwohl ursprünglich nur 50 Betten vorgesehen waren, beherbergte das Sanatorium im Laufe der Jahre zwischen 350 und 500 Patienten. Anfang der 1970er-Jahre ließ sich Tuberkulose zunehmend besser kontrollieren, wodurch die stationäre Behandlung nach und nach durch ambulante Verfahren ersetzt wurde.

 

Warum wurde dieser Standort gewählt?
Der Bau auf dem Monte de Santa Justa – mehr als 300 Meter über dem Meeresspiegel – war bewusst gewählt. Die geografische Isolation sollte der Ausbreitung der Krankheit entgegenwirken, während die frische Luft und die umliegende Naturlandschaft als förderlich für die Genesung galten.

 

Legenden und paranormale Berichte:
Aufgrund seiner tragischen Geschichte und des heutigen Verfalls ranken sich zahlreiche Legenden und Gerüchte um das Sanatorium. Immer wieder ist von Geistern, unerklärlichen Geräuschen oder paranormellen Phänomenen die Rede.
Da viele der sogenannten Ghost-Hunting-Berichte anonym oder nicht wissenschaftlich dokumentiert sind, existieren keine verlässlichen akademischen EVP-Transkripte.

EVP (Electronic Voice Phenomena) bezeichnen Tonphänomene oder Stimmen, die in der Parapsychologie als mögliche Äußerungen von Geistern interpretiert werden.

 

Aus verschiedenen Quellen lassen sich folgende markante Aussagen herausfiltern:

  • Occult-World: „Wir hörten Schritte, obwohl wir ganz allein waren … dann spürten wir plötzlich einen kalten Luftzug, und jemand sah eine Gestalt in Krankenschwesternuniform — sie war da, und doch nicht da.“
  • Paranormal Hauntings: „Hohle Schreie des Leids hallen durch die Gänge …“ Das Team warnt ausdrücklich davor, den Ort nachts allein zu betreten – die „Seelen, die hier ruhen“, könnten Aktivität zeigen oder „Aufmerksamkeit fordern.“
  • Brocarde: „Ich hatte das Gefühl, die Mauern selbst trauerten … als würden sie das Leid in sich bewahren.“
  • NiT / Urbex-Besucher: „Nachts … kann man Schritte, Stimmen und Geräusche hören.“ 

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